Blitzstart! Sieben Minuten bringen Wehen weiter

Das Spiel versprach trotz des Klassenunterschiedes spannend zu werden: Der Fünfte der 3. Liga empfing den Letzten der 2. Bundesliga. Dank eines Blitzstarts gestaltete Wiesbaden die erste Hälfte aber eindeutig zu seinen Gunsten. Erst nach der Pause schalteten die Hessen einen Gang zurück. Aues Chancen genügten aber trotzdem nicht einmal für einen Anschlusstreffer. Wiesbaden-Coach Rüdiger Rehm veränderte sein Team nach der1:2 Niederlage beim Karlsruher SC in der 3. Liga auf zwei Positionen. Der zuletzt gesetzte Reddemann saß auf der Bank und Kuhn stand aufgrund seines Bänderrisses nicht im Kader der Hessen. Für sie liefen Andrich und Dittgen, der von Kaiserslautern geliehen wurde, von Beginn an auf. Dittgen startete im linken Mittelfeld, weswegen Mintzel auf die Linksverteidigerposition rückte.

Aue-Coach Thomas Letsch nahm nur eine Änderung an seiner Startelf vor. Nach der 1:2-Niederlage bei Heidenheim in der 2. Bundesliga stand Rizzuto nicht im Aufgebot. Stattdessen begann Kaufmann im Mittelfeld.

Blacha und Andrist schocken Aue früh

Wiesbaden legte einen Blitzstart hin. Nach vier Minuten hatten die Hessen den ersten Eckball der Partie, der zunächst geblockt wurde, aber dann bei Blacha landete. Der Stürmer zog aus acht Metern ab und traf den rechten Pfosten, von wo der Ball über Keeper Männel im Tor landete (4.). Keine vier Minuten später veredelten die Hessen ihre Anfangsphase. Nach Ballgewinn im Mittelfeld schaltete Wiesbaden um und konterte über die linke Seite. Von dort fand eine Mintzel-Flanke den freistehenden Andrist am langen Pfosten. Dieser musste nur noch flach zum 2:0 einschieben (7.). Allerdings ging dem Treffer ein vermeintliches Foulspiel voraus, welches Schiedsrichter Willenborg allerdings nicht ahndete.

Auch nach dem zweiten Tor agierte zunächst nur eine Mannschaft. Aues Männel verhinderte das 0:3 gleich mehrfach. Erst lenkte er einen Kopfball aus kürzester Distanz über die Latte (18.), und auch den anschließenden scharf hereingebrachten Eckball Andrichs parierte der Schlussmann glänzend (19.). Nur eine Minute später setzte Andrist einen Schuss aus spitzem Winkel links am Tor vorbei (20.). Danach schaltete der Drittligist einen Gang runter, blieb aber dennoch das gefährlichere Team. Mintzels Freistoß aus 20 Metern landete am Lattenkreuz (39.). Auf der Gegenseite brachten Aues Abschlüsse durch Härtner (40.) und Köpke (45.) nur wenig Torgefahr. Somit hatte Wehens 2:0 auch zur Halbzeit Bestand.

Aue ungefährlich – Wiesbaden kompakt

Hatte Aue-Coach Letsch bereits in der ersten Hälfte Routinier Tiffert eingewechselt, so zog er in der Pause seine zwei weiteren Wechseloptionen. Ferati und Maria sollten anstelle von Rapp und Hertner für mehr Möglichkeiten im Angriffsspiel sorgen. Es entstand eine ausgeglichene Partie – Aues Torchancen blieben aber weiterhin aus. Erst durch eine Standardsituation näherten sich die Sachsen dem Heimtor gefährlich an. Ein Freistoß Nazarovs aus 25 Metern landete aber nur an der Latte (64.).

Auch ein aussichtsreicher Freistoß Feratis (71.) führte nicht zum Anschlusstreffer – Kolke konnte den Ball problemlos abfangen. Wieder nach einer Standardsituation landete der Ball bei Aues Wydra, der es aus der zweiten Reihe probierte. Den Rechtsschuss aus 23 Metern lenkte Kolke stark über die Latte (81.). Die anschließende Ecke wehrte Wiesbaden ab und führte zu einem Konter der Hessen. Über Diawusie landete der Ball bei Andrist, dessen Schuss Männel aber halten konnte (82.). Danach passierte nicht mehr viel: Drittligist Wiesbaden siegte dank eines Blitzstarts mit 2:0 über Zweitligist Aue und zog in die 2. Runde des DFB-Pokals ein.

Für Wiesbaden geht es am Samstag bei Bremen II (14 Uhr) in der 3. Liga weiter. Aue gastiert am 3. Spieltag der 2. Bundesliga freitags (18.30 Uhr) bei Eintracht Braunschweig. Die Auslosung für die 2. Runde des DFB-Pokals findet am 20. August statt. Die Partien werden dann am 24. und 25. Oktober ausgetragen. (Quelle: kicker.de)

Brita-Arena

Wird ein Drittligist für Aue zur Stolperfalle?

Thomas Letsch hat sich den Start als Trainer von Erzgebirge Aue sicher anders vorgestellt. In den ersten beiden Punktspielen gab es keine Punkte. Im Pokal soll am Sonntag gegen den SV Wehen-Wiesbaden die Wende her. Der Gegner strotzt allerdings vor Sel