Aue schlägt Zwickau im Charakterspiel

Der FC Erzgebirge Aue steht seit vergangenem Wochenende als Aufsteiger in die 2. Bundesliga fest. Am Dienstagabend gewann die Elf von Trainer Pavel Dotchev zudem den Sachsenpokal durch einen 1:0-Sieg im Finale gegen Zwickau. Der Coach lobte seine Mannschaft für ihre Einstellung – auch wenn in der ersten Hälfte für die Veilchen nicht alles rund lief. Neben aller Enttäuschung gab es auf der Gegenseite aber auch Grund zur Freude: Immerhin ist der FSV Zwickau trotz Niederlage für den DFB-Pokal nächste Saison qualifiziert.

“Es war ein klassisches Derby-Spiel mit vielen Szenen vor beiden Toren”, erklärte Veilchen-Trainer Pavel Dotchev nach der Partie, schränkte aber mit Blick auf seine Mannschaft ein: “Wir haben in der ersten Hälfte nicht so gut gespielt.” Das habe vor allem am gut organisierten Gegner aus Zwickau gelegen, der wenig Chancen zugelassen habe. “Wir haben nicht geschafft, das zu spielen, was wir normalerweise in dieser Saison gespielt haben”, sagte der 50-Jährige, der sich aber trotz neun Veränderungen in der Startelf im Vergleich zum 2:0-Sieg bei Fortuna Köln auf seine kompakte Defensive verlassen konnte. Folgerichtig ging es mit einem 0:0 in die Kabine.

Etwas offener wurde die Partie, die von Verfehlungen beider Fanlager begleitet wurde, mit zunehmendem Spielverlauf nach dem Seitenwechsel. “Beide Teams haben sich sowohl in der Offensive nicht versteckt, als auch in der Defensive sehr resolut gespielt”, hielt Zwickaus Trainer Torsten Ziegner fest. “Wir haben gegen einen Noch-Drittligisten sehr gut mitgehalten.” Trotzdem gingen die Gastgeber nach einer Stunde verdient in Führung: Mario Kvesic brachte den FCE in Führung – und erzielte damit das einzige Tor des Tages.

Trotz des knappes Siegs zeigte sich Dotchev zufrieden, der auch mit Verweis auf die lange Rückreise vom Ligaspiel in Köln und die anschließende, kräftezehrende Aufstiegsfeier vor der Partie die “Charakterfrage” gestellt hatte. “Mein Ziel war, die Mannschaft so zu präsentieren, um zu zeigen, dass wir Profis sind und jedes Spiel ernstnehmen”, sagte er. “Ich habe weniger über taktisches Verhalten, sondern über Moral und Einstellung geredet.”

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Beides lobte auch FSV-Coach Ziegner, dessen Team trotz der Niederlage in der kommenden Saison im DFB-Pokal spielt, weil Aue sich über die Ligaplatzierung bereits einen Startplatz gesichert hat. Trotzdem gab er zu: “Für uns ist das Ergebnis sehr bitter. Wir hätten diesen Pokal sehr gerne mit nach Hause genommen.” Deshalb sei es um so ärgerlicher, dass seine Mannschaft viele Tormöglichkeiten ungenutzt ließ. “Wenn wir die Torchancen auch in den restlichen Meisterschaftsspielen herausspielen und dann lieber dort verwerten”, fügte er aber an, “soll es mir recht sein.” Unter dem Strich habe sein Team signalisiert, für das Saisonfinale, in dem es für den derzeitigen Tabellenführer im Zweikampf mit dem Berliner AK noch um den Aufstieg in die 3. Liga geht, bereit zu sein. (Quelle: kicker.de)

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