Wegner wirbelt, doch die Null steht

Der FC Erzgebirge Aue und der VfL Osnabrück haben sich zum Einstieg in die Drittliga-Saison 2015/16 mit einem torlosen Remis getrennt. Nach dem Abstieg runderneuerte Veilchen hatten mehr von der im ersten Durchgang höhepunktarmen, in der zweiten Hälfte unterhaltsamen Partie. Doch die Niedersachsen verteidigten geschickt. Der enorme Umbruch im Erzgebirge – 21 Spieler verließen die Veilchen im Sommer – drückte sich auch in der Startformation von Pavel Dotchev aus. Aus dem Aufgebot, der sich letzte Saison erfolglos gegen den Abstieg gestemmt hatte – begannen mit Männel, Hertner und Könnecke nur drei Spieler, die schon vor der Pause am Fuße des Zeller Berges aktiv waren. Beim Gegner aus Niedersachsen fiel der Personaltausch in der spielfreien Zeit vergleichsweise harmlos aus. Zum Saisonauftakt beorderte VfL-Coach Maik Walpurgis mit Schlussmann Schwäbe und Sturmspitze Savran folglich nur zwei Neu-Osnabrücker in die Anfangself.

Aue begann forsch. Die Veilchen wollten sich auf heimischer Spielwiese umgehend in Szene setzen. Hertner gelang dies im Anschluss an eine Ecke prompt. Der saftige Schuss der Ex-Löwen sauste über das Gästegehäuse (1.). Es sollte für lange Zeit der einzige gute Torabschluss bleiben. Den Kontrahenten mangelte es an spielerischer Linie, jedoch nicht an Kampfkraft. Die Hausherren bemühten sich couragiert, die Spielkontrolle an sich zu reißen. Da es Aue mitunter aber in Sachen Einsatzfreude übertrieb, waren statt gelungenen Offensivaktionen einige Ruppigkeiten zu notieren.

Der VfL präsentierte sich im Duell der Lila-Weißen gut sortiert und aufmerksam, wenn es darum ging Gefahr vom eigenen Kasten fernzuhalten. Nach vorne entfalteten die Osnabrücker indes wenig. In einem intensiv geführten, aber zerfahrenen ersten Durchgang sorgte so nur noch der Zweitliga-Absteiger für Höhepunkte: Bei einer scharfen Skarlatidis-Hereingabe griff Gästekeeper Schwäbe entschlossen zu (25.), Wegners Gewaltschuss sauste über den Kasten (34.).

Apropos Wegner: Aues Offensivkraft, die im Sommer aus Bremen kam, war es auch, die nach Wiederbeginn für Betrieb sorgte. In der 54. Minute hämmerte Wegner das Spielgerät vom linken Strafraumeck am Tor vorbei und drei Minuten später drüber. Nachdem Schwäbe bei einem weiteren Wegner-Schuss wenig Mühe gehabt hatte (58.), wurde die Aufgabe kurz darauf für VfL-Keeper anspruchsvoller: Der Keeper musste reaktionsschnell abtauchen, um einen kernigen Flachschuss von Adler zu parieren (59.). Die Partie war nun eine deutlich flotter als noch im ersten Durchgang. Beide Mannschaften präsentierten sich flott im Vorwärtsgang. Dies galt nun auch für Osnabrück. In der 77. Minute hatte der eingewechselte Menga sogar die Chance, das Team von der Bremer Brücke in Front zu bringen. Von Sturmpartner Savran handlungsschnell eingesetzt, beförderte der Angreifer das Leder aber knapp rechts neben das Gehäuse (77.).

Es ging nun hin und her, Aue hatte Feldvorteile, Münster Konterchancen. Doch letztlich glückte keinem Team zum Saisonauftakt ein Treffer. Am 2. Spieltag trifft Erzgebirge Aue am Sonntag (14 Uhr)auf Großaspach, der VfL Osnabrück empfängt bereits am Samstag (14 Uhr) die Stuttgarter Kickers. (Quelle: kicker.de)

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